Geldmünzen aufgetürmt auf einem Tisch

    Strompreisentwicklung 2026

    Durchschnittlicher Strompreis bei 37,0 ct/kWh – 2,3 ct weniger als 2025

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    Das Wichtigste in 30 Sekunden

    Der durchschnittliche Strompreis liegt 2026 bei 37,0 ct/kWh – 2,3 ct weniger als im Vorjahr und rund 10 ct unter dem Höchststand der Energiekrise von 2023. Seit der Marktliberalisierung 1998 hat sich der Preis mehr als verdoppelt, getrieben zunächst von Steuern und Umlagen, ab 2021 von den Beschaffungskosten. Aktuell entlastet ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro die Netzentgelte, allerdings regional sehr unterschiedlich.

    Strompreise in Deutschland: So hat sich der Strompreis entwickelt

    Deutschland hat im europäischen Vergleich einen der höchsten Strompreise. Seit 1998 stieg dieser laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft von 17,1 ct/kWh auf aktuell 37,0 ct/kWh – eine Erhöhung von rund 117 %. Nach dem Höchststand von 47 ct/kWh im Jahr 2023 sinken die Preise seit 2024 wieder. Durch den russischen Angriff auf die Ukraine wurde der für 2040 prognostizierte Preis von etwa 40 ct/kWh bereits 2022 erreicht und sogar deutlich überschritten. Seitdem hat sich die Preissituation aber wieder etwas entspannt und die Preise sollen auch 2026 weiterhin sinken.

    • Strompreis
    • Steuern, Abgaben, Umlagen
    • Netznutzungsentgelte
    • Strombeschaffung, Vertrieb

    Strompreisentwicklung 1998 bis 2026

    Die Strompreisentwicklung in 4 Phasen

    1. 1Liberalisierung ab 1998: Mit der Marktliberalisierung 1998 konnten Verbraucher ihren Stromanbieter erstmals frei wählen. Gesunken sind die Preise dadurch nicht: Damals zahlten Haushalte 17,1 ct/kWh, heute sind es ca. 37,0 ct/kWh. Das ergibt eine Steigerung von 117 %.
    2. 2Umlagenjahre 2010 bis 2021: Der Strompreis stieg ununterbrochen, getrieben durch Steuern, Abgaben und Umlagen, allen voran die EEG-Umlage. In der Corona-Krise 2020 wurde die Lücke zwischen Einkauf und Endkundenpreis besonders deutlich: Börsenpreise fielen, Stromanbieter erhöhten ihre Preise trotzdem. Erst das Konjunkturpaket vom Juni 2020 deckelte die EEG-Umlage erstmals staatlich und senkte sie 2021 auf 6,5 ct/kWh.
    3. 3Energiekrise 2021 bis 2023: Mit Russlands Überfall auf die Ukraine trieben die Beschaffungskosten den Strompreis in die Höhe. Der Staat steuerte gegen – mit dem Wegfall der EEG-Umlage 2022 und der Strompreisbremse 2023. Die Umlagen sanken damit, der Preis stieg trotzdem auf seinen Rekordwert von 47,0 ct/kWh.
    4. 4Normalisierung seit 2024: Die Preise stabilisierten sich, die Strompreisbremse lief zum 31. Dezember 2023 aus. Seitdem sinken die Beschaffungskosten kontinuierlich, auch weil der Anteil Erneuerbarer Energien wächst. Die Netzentgelte erreichten dagegen 2024 mit 11,4 ct/kWh ihren Höchstwert. Für 2026 federt ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro pro Jahr diesen Posten ab und senkt ihn im Schnitt um rund 15 Prozent.

    Was den Strompreis bewegt

    Der Strompreis besteht aus Grundpreis und Arbeitspreis – wie sich der Arbeitspreis im Detail aus Beschaffung, Netzentgelten sowie Steuern und Umlagen zusammensetzt, erklären wir im Ratgeber zum Strompreis. Für die Strompreisentwicklung sind vor allem zwei Posten entscheidend: Der Anteil für Beschaffung und Vertrieb ist von über 50 % im Krisenjahr 2023 auf rund 40 % gesunken, während die Netzentgelte gestiegen sind und 2026 durch einen Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro gedämpft werden. Die EEG-Umlage entfällt seit 2022 vollständig.

    Ebenfalls direkte Auswirkungen auf den Strompreis haben die Zertifikate für Emissionen. Der Handel mit diesen CO₂-Zertifikaten wird europaweit betrieben und betrifft Industrie, Strommarkt sowie Flugverkehr. Sie legen fest, wie viel eine Tonne CO₂ kostet. Wer CO₂ produziert, muss entsprechend Zertifikate erwerben – deren Anzahl ist allerdings begrenzt. Seit 2021 existiert in Deutschland zusätzlich ein nationaler Emissionshandel.

    Wie sich die regionalen Unterschiede entwickelt haben

    Strom kostet nicht überall gleich viel und die Unterschiede sind über die Jahre größer geworden. Nach Berechnungen des ifo-Instituts hat sich die Spanne zwischen dem niedrigsten und dem höchsten regionalen Netzentgelt zwischen 2014 und 2024 nahezu verdoppelt. Der Grund liegt im Netzausbau: Wo viele erneuerbare Anlagen ans Netz gehen, muss stärker in die Infrastruktur investiert werden, diese Kosten tragen bislang vor allem die Haushalte vor Ort.

    Seit 2025 gleicht eine Regelung der Bundesnetzagentur einen Teil dieser Mehrkosten aus, der Bundeszuschuss für 2026 senkt die Netzentgelte zusätzlich. Verschwinden werden die regionalen Unterschiede damit aber nicht. Wo sie aktuell am größten sind – nach Bundesland und nach Grundversorger – zeigt der Wechsel-Ersparnis-Index.

    Die Lage 2026

    Mit 37,0 ct/kWh sinkt der Strompreis das dritte Jahr in Folge – 2,3 ct weniger als 2025 und 10 ct unter dem Höchststand von 2023. Vom Vorkrisenniveau ist er damit allerdings noch ein gutes Stück entfernt: 2021 lag der Durchschnittspreis bei 32,8 ct/kWh.

    Der größte Einzeleffekt in diesem Jahr ist die Senkung der Netzentgelte ab Januar 2026. Ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro pro Jahr soll sie im Schnitt um rund 15 Prozent senken. Wie viel davon tatsächlich auf Ihrer Rechnung ankommt, entscheidet allerdings Ihr Netzbetreiber – die regionalen Unterschiede aus der Karte oben bleiben deshalb bestehen.

    Dagegen wirkt der nationale CO₂-Preis: Er steigt von 55 Euro je Tonne (2025) auf bis zu 65 Euro (2026) und verteuert fossile Kraftwerke, was indirekt in die Beschaffungskosten einfließt. Unterm Strich ist die Entlastung real, fällt aber je nach Region unterschiedlich aus – und sie erreicht vor allem die Haushalte, die ihren Tarif aktiv wählen. Wer in der Grundversorgung bleibt, merkt von sinkenden Marktpreisen am wenigsten.

    Strompreis-Prognose bis 2040

    Aus einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes vom Juni 2023, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Auftrag gegeben hat, geht hervor, dass der Strompreis in den Jahren bis 2026 zunächst fallen wird. Eine Prognose aus dem Jahr 2024 geht für 2040 von einem Strompreis von 40 ct/kWh aus, was bedeuten würde, dass die Strompreise stabil bleiben. Andere Quellen äußern jedoch andere Einschätzungen von weit höheren Strompreisen, mit Zahlen von bis zu 70 ct/kWh.

    Letztendlich hängt der Strompreis der kommenden Jahre stark davon ab, wie es mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien und dem Netzausbau in Deutschland vorangeht.

    • Strom
    Verlauf
    Zeitpunkt Strom
    2026 37,2 ct
    2030 37,9 ct
    2035 38,9 ct
    2040 40,0 ct

    Was Stromkunden jetzt tun können

    Sinkende Durchschnittspreise bedeuten nicht automatisch eine niedrigere Rechnung. Grundversorgungstarife geben Preissenkungen meist spät und nur teilweise weiter, während günstige Alternativtarife sofort davon profitieren. Ein regelmäßiger Tarifvergleich ist deshalb der einzige Hebel, den Sie selbst in der Hand haben – je nach Region sind das mehrere Hundert Euro im Jahr. Worauf Sie beim Vergleich achten sollten, haben wir im Strompreisvergleich zusammengestellt. Was ein Wechsel in Ihrem Fall konkret bringt, rechnet der Strompreisrechner aus.

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    Strom

    2026 kostet eine Kilowattstunde Strom zwischen 30 und 42 ct/kWh. In der Grundversorgung liegt der Arbeitspreis aktuell bei 35,50 ct/kWh und der Grundpreis bei 15,09 €/Monat. Preise für Neukunden bei alternativen Anbietern können deutlich günstiger ausfallen und starten durchschnittlich bei 30 Cent pro Kilowattstunde.

    Ihren individuellen Stromverbrauch können Sie am einfachsten mit energieeffizienten Geräten reduzieren. Achten Sie also beim Kauf darauf, dass Ihr Gerät eine hohe Energieeffizienzklasse hat – am besten zwischen A+ und A+++. Verzichten Sie außerdem so gut es geht auf Standby-Modi an großen Geräten, wie dem Fernseher oder Computer. Besonders einfach ist die Reduzierung des Stromverbrauchs mit dem Austausch herkömmlicher Glühbirnen gegen LED-Lampen. Diese sind deutlich sparsamer und dazu noch langlebiger als die herkömmlichen Leuchtmittel. Besonders einfach ist es auch, Steckerleisten mit einer Abschaltautomatik oder einer manuellen Schaltung zu installieren. Damit gehen Sie auch sicher, dass nicht doch eins Ihrer Geräte im Standby-Modus ist, wenn Sie es nicht verwenden.

    Deutschland produziert ausreichend Strom. In Zeiten, wo viel erneuerbare Energie erzeugt wird, wird diese daher ins europäische Ausland exportiert. Deutschland importiert Strom, um die Preise stabil zu halten, denn häufig ist importierter Strom günstiger als die Produktion mit Kraftwerken.

    Bekannt aus:

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    ZDF
    Handelsblatt
    ProSieben
    Eurowings
    WeltStern TVRTLDie Zeit
    Maximilian Both
    Autor
    Geschäftsführer & Co-Gründer
    Zum Autorenprofil →
    Veröffentlicht: 13. Januar 2025
    Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026
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