Der Strompreis kann stark variieren, Strommast in der Abenddämmerung.

    Alles was Sie wissen müssen

    Strompreis 2026: Aktuell bei 35,50 ct/kWh

    Grund- und Arbeitspreis, Zusammensetzung und Umlagen

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    Das Wichtigste in 30 Sekunden

    Für die Stromversorgung zahlen Endkunden (sowohl Privathaushalte als auch Gewerbe und Industrie) einen Strompreis an den jeweiligen Stromversorger. Der Preis setzt sich im Großen und Ganzen aus den Kosten für die Beschaffung und den Vertrieb (Wettbewerbsanteil), den Kosten für die Benutzung des Stromnetzes (Netzentgelte) und Steuern und Abgaben (staatlich veranlasste Preisbestandteile) zusammen.

    Aktueller Strom-Arbeitspreis: 35,50 ct/kWh in der Grundversorgung

    In der Grundversorgung liegt der Arbeitspreis für Strom aktuell bei 35,50 ct/kWh. Der Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis) ist der variable Teil des Strompreises. Er wird für jede tatsächlich verbrauchte Kilowattstunde gezahlt. Hinzu kommt der Grundpreis, eine feste monatliche Gebühr, die unabhängig vom Verbrauch anfällt. Im Arbeitspreis stecken alle drei Preisbestandteile: Wettbewerbsanteil, Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben. Der Grundpreis wird dagegen allein vom Anbieter festgelegt und deckt Kosten für Zähler, Messstellenbetrieb und Abrechnung.

    Die Grundversorgung ist meist der teuerste Weg, Strom zu beziehen. Wie sich der Preis seit der Marktliberalisierung entwickelt hat und von welchen Faktoren er beeinflusst wird, zeigt unsere Strompreisentwicklung. Was ein Wechsel in Ihrem Fall konkret bringt, rechnet der Strompreisrechner aus.

    Vergleich Grundversorgung und günstigster Tarif (inklusive Boni)

    Ø PREIS GRUNDVERSORGUNG

    Ø Arbeitspreis

    35,50 ct / kWh

    Ø Grundpreis

    15,09 € / Monat

    Ø Jahreskosten

    1.424 €

    Ø PREIS DES GÜNSTIGSTEN TARIFS

    Ø Arbeitspreis

    38,27 ct / kWh

    Ø Grundpreis

    15,82 € / Monat

    Ø Jahreskosten

    1.164 €

    Bundesweiter Durchschnitt aus dem Wechsel Ersparnis Index, Berechnung auf Basis von 3.500 kWh Strom Jahresverbrauch. Stand: 30.10.2026.

    Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

    Der Strompreis ist (ähnlich wie der Gaspreis) derjenige Kostensatz, den Verbraucher für den Bezug von Strom an den Stromanbieter entrichten. Er wird in der Regel pro Kilowattstunde (kWh) kalkuliert und kann monatlich, vierteljährlich oder jährlich abgerechnet werden. Je nach Anbieter, Vertragsart und Region kann der Strompreis stark variieren.

    Dabei setzt er sich aus drei Hauptkomponenten zusammen:

    1. Kosten für die Beschaffung und den Vertrieb des Stroms (Wettbewerbsanteil)

    2. Kosten für die Benutzung des Stromnetzes (Netzentgelte)

    3. Steuern und Abgaben (staatlich veranlasste Preisbestandteile)

    Aktuell liegt der durchschnittliche Strompreis bei 37,0 ct/kWh. Davon entfallen 41,1 % auf Beschaffung und Vertrieb, 24,9 % auf die Netzentgelte und 34,0 % auf Steuern, Abgaben und Umlagen (Stand 2026).

    Im Folgenden werden die drei Bestandteile im Detail erklärt.

    Für die Aufteilung eine Kategorie aufklappen (Strompreis 2026).

    Quelle: BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (Stand 08/2026)

    Wettbewerbsanteil - vom Anbieter festgelegt

    Der Strom, welcher an der heimischen Steckdose ankommt, muss von einem Stromanbieter beschafft und vertrieben werden. Diese Beschaffungskosten werden dann direkt an den Anbieter entrichtet, die genaue Höhe richtet sich nach den Gesetzen des freien Marktes und entsteht durch den Wettbewerb zwischen verschiedenen Versorgern. Deswegen ist auch die Bezeichnung Wettbewerbsanteil gängig. Er ist der einzige Bestandteil des Strompreises, auf den ein Anbieter tatsächlich Einfluss hat. Der Rest des Strompreises ist fix vorgegeben und für alle Versorger gleich.

    Netzentgelte - für den Stromtransport

    Netzentgelte (auch: Netznutzungsentgelte) sind Gebühren, die von Netzbetreibern für die Nutzung des Stromnetzes erhoben werden. Netzbetreiber dürfen dabei nicht mit Anbietern verwechselt werden: Sie sind für den Transport des Stroms verantwortlich und stellen die hierfür notwendige Infrastruktur zur Verfügung, während Anbieter den Strom beschaffen und verkaufen. Netzentgelte können deswegen mit Porto verglichen werden – sie sind die „Versandkosten“ des Stroms.

    Diese müssen von Endverbrauchern beglichen werden, im Gegensatz zum Wettbewerbsanteil bestimmt sich die Höhe der Netzentgelte allerdings nicht durch freien Wettbewerb. Da es sich bei Stromnetzen um Monopole handelt, werden Netzentgelte staatlich reguliert. Hierfür werden sogenannte Erlösobergrenzen zu Rate gezogen; diese richten sich primär nach den Kosten für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau des Stromnetzes.

    So wird für jedes Jahr ein fixer Kostensatz für jede Region ermittelt. Diese Netzentgelte sind bei der Stromrechnung automatisch im Preis enthalten und werden vom Endkunden an den Stromanbieter gezahlt, welcher sie dann an den Netzanbieter weiterleitet.

    6 Steuern und staatliche Abgaben im Strompreis

    Die letzte Komponente des Strompreises sind die staatlich veranlassten Preisbestandteile. Sie sind alle bereits in der Stromzahlung enthalten und müssen nicht eigens entrichtet werden. Es gibt in Deutschland aktuell sechs verschiedene Steuern und Abgaben, welche nun genauer dargelegt werden.

    1. 1Mehrwertsteuer: Die Mehrwertsteuer (MwSt.), auch Umsatzsteuer genannt, ist eine staatliche Steuer, die auf fast alle Waren und Dienstleistungen erhoben wird. Der Mehrwertsteuersatz für Strom liegt in Deutschland seit 2007 bei 19 %, denn Strom gilt (im Gegensatz zu beispielsweise Wasser) als nicht existenzielles Lebensmittel und wird deshalb mit dem höheren Steuersatz versehen. Eine Absenkung der Umsatzsteuer für Strom wird immer wieder diskutiert, Stand jetzt ergebnislos.
    2. 2Stromsteuer: Die Stromsteuer ist eine weitere staatliche Abgabe auf den Strompreis. Sie wurde 1999 eingeführt und beträgt seit 2003 unverändert 2,05 ct/kWh, der Großteil der Erlöse fließt in die Rentenkasse. Vergünstigungen gibt es etwa für Unternehmen des produzierenden Gewerbes oder beim Bahnstrom.
    3. 3Konzessionsabgabe: Die Konzessionsabgabe muss von Energieversorgungsunternehmen an Städte und Gemeinden entrichtet werden, denn beim Stromtransport werden Netze genutzt, die durch öffentliche Wege und Plätze laufen. Für die Nutzung dieser öffentlichen Räume wird dann die Konzessionsabgabe fällig - Anbieter reichen diese direkt an den Verbraucher weiter. Die genaue Höhe richtet sich vor allem nach der Einwohnerzahl der Gemeinde und kann zwischen 1,32 und 2,39 ct/kWh betragen (Stand: 2026).
    4. 4KWK-Umlage: Die KWK-Umlage (auch KWKG-Umlage) wird auf die Netzentgelte aufgeschlagen. Sie dient der Förderung von umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) und wird an deren Betreiber weitergeleitet. KWK-Anlagen zeichnen sich dadurch aus, dass sie gleichzeitig sowohl Strom als auch Wärme produzieren können. Die KWK-Umlage beträgt aktuell 0,446 ct/kWh.
    5. 5§ 19 StromNEV-Umlage: Endverbraucher, die das Netz besonders intensiv nutzen, können ein individuelles, verringertes Netzentgelt beim örtlichen Verteilungsnetzbetreiber beantragen. Die hierdurch verlorenen Erlöse werden zuerst von den überregionalen Übertragungsnetzbetreibern erstattet und letztlich per allgemeinem Netzentgeltaufschlag von allen Endverbrauchern kompensiert. Der rechtliche Rahmen ist Paragraph 19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV). Die § 19 StromNEV-Umlage beträgt 2026 1,56 ct/kWh.
    6. 6Offshore-Netzumlage: Die Offshore-Netzumlage kommt zu den Netzentgelten hinzu. Hintergrund dieses Aufschlags sind die möglichen Entschädigungen für Betreiber von Offshore-Windparks, die Einnahmeausfälle durch verspätete Netzanschlüsse oder Netzunterbrechungen ausgleichen sollen. Als Offshore-Windpark gelten hierbei Windanlagen, die sich im Küstenvorfeld eines Meeres befinden. Die Offshore-Netzumlage beträgt 2026 0,941 ct/kWh.

    Niedriger Grundpreis oder niedriger Arbeitspreis – was lohnt sich für Sie?

    Viele Anbieter stellen Tarife mit hohem Grundpreis und niedrigem Arbeitspreis solchen mit umgekehrter Aufteilung gegenüber. Welche Variante günstiger ist, hängt allein von Ihrem Verbrauch ab: Wer viel Strom verbraucht, profitiert von einem niedrigen Arbeitspreis, weil dieser mit jeder Kilowattstunde ins Gewicht fällt. Wer wenig verbraucht, fährt mit einem niedrigen Grundpreis besser, weil die feste Monatsgebühr dann den größeren Anteil ausmacht.

    Der Effekt ist größer, als er wirkt: Ein Tarif, der für einen Single-Haushalt mit 1.500 kWh die günstigste Wahl ist, kann für eine vierköpfige Familie mit 4.500 kWh deutlich teurer sein als die Alternative. Achten Sie deshalb auf beide Werte, nicht nur auf den beworbenen Preis pro Kilowattstunde. Welcher Tarif zu Ihrem Verbrauch passt, zeigt der Strompreisvergleich.

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    Sie haben noch Fragen zum Strompreis?

    In unserem FAQ finden Sie Antworten zu aktuellen Kosten, Strompreisvergleich und Boni.

    Strom

    2026 kostet eine Kilowattstunde Strom zwischen 30 und 42 ct/kWh. In der Grundversorgung liegt der Arbeitspreis aktuell bei 35,50 ct/kWh und der Grundpreis bei 15,09 €/Monat. Preise für Neukunden bei alternativen Anbietern können deutlich günstiger ausfallen und starten durchschnittlich bei 30 Cent pro Kilowattstunde.

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    Maximilian Both
    Autor
    Geschäftsführer & Co-Gründer
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    Veröffentlicht: 17. September 2024
    Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026
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