Der günstigste Tarif in der Ergebnisliste ist nicht automatisch der beste. Entscheidend sind 7 Kriterien: Laufzeit, Preisgarantie, Kündigungsfrist, Bonus, Sachprämien, Anbieterbewertungen und das Verhältnis von Arbeits- und Grundpreis. Wer sie beachtet, bleibt dauerhaft im günstigen Tarif. Wer sie übersieht, zahlt im zweiten Vertragsjahr häufig mehr als vorher, weil der Bonus wegfällt und der Tarif sich automatisch verlängert.
Beim Strompreisvergleich entscheidet oft nicht nur der beworbene Preis, sondern auch das Kleingedruckte. Ein Tarif, der in der Ergebnisliste zwar ganz oben steht, kann im zweiten Jahr teurer sein als der, den Sie aktuell haben, weil der Neukundenbonus nur zwölf Monate gilt und der Vertrag sich danach automatisch verlängert.
Was Strom bei Ihnen aktuell kostet und welcher Tarif in Ihrem Netzgebiet der günstigste ist, rechnet der Strompreisrechner aus. Woraus sich der Preis zusammensetzt, erklärt der Ratgeber zum Strompreis; wie er sich über die Jahre entwickelt hat, zeigt die Strompreisentwicklung.
Auf dieser Seite geht es um den Schritt danach: Woran erkennen Sie, ob ein günstiger Tarif auch ein guter ist?
Die 7 Kriterien für einen Strompreisvergleich
Bevor wir Ihnen einen Tarif vorschlagen, prüfen wir die folgenden Kriterien. Sollten Sie sich dafür entscheiden, den Strompreisvergleich eigenständig durchzuführen, können Ihnen die folgenden Punkte ein Wegweiser zu Ihrem neuen Tarif sein.
- 1Laufzeit: Verträge mit einer Laufzeit von 12 Monaten sind am besten, um jedes Jahr erneut wechseln zu können und auf die Entwicklungen des Marktes zu reagieren. Längere Verträge lohnen sich eigentlich nie, weil Sie die Vorzüge von Neukundentarifen ein Jahr lang liegenlassen.
- 2Preisgarantie: Die Preisgarantie sollte mindestens so lange laufen wie die Mindestvertragslaufzeit.
- 3Kündigungsfrist: Nach unserer Erfahrung ist eine Kündigungsfrist von sechs Wochen fair und sollte nicht überstiegen werden.
- 4Bonus: Meist machen Bonuszahlungen (zum Beispiel Neukunden-, Sofort- oder Wechselboni) den Tarif erst günstiger als andere. Sehen Sie den Bonus als einen Rabatt auf den regulären Tarif, können auch vermeintlich teurere Tarife für Sie in Frage kommen. Neukundenboni liegen typischerweise zwischen 100 und 300 Euro
- 5Sachprämien: Wir empfehlen, von Tarifen mit Sachprämien dringend Abstand zu halten, um nicht Gefahr zu laufen, dass Sie die Sachprämien durch teurere Tarife selbst zahlen und keinen finanziellen Vorteil haben.
- 6Bewertungen: Schauen Sie nicht nur auf den Preis, sondern lesen Sie auch online die Kundenbewertungen des potenziellen neuen Versorgers. Besonders die Zuverlässigkeit des Kundenservice und die Auszahlung von Boni sind für Sie interessant.
- 7Preisverhältnis: Bei hohem Verbrauch fällt ein niedrigerer Arbeitspreis stärker ins Gewicht, bei geringem Verbrauch ein niedriger Grundpreis. Welche Variante sich für Ihren Verbrauch rechnet, zeigt der Ratgeber zum Strompreis.
Welcher Tarif passt zu Ihnen?
Welcher Tarif der richtige für Sie ist, hängt weniger vom Preis ab als von Ihrer Situation. Diese Übersicht hilft bei der Vorauswahl:
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Das trifft auf Sie zu |
Darauf sollten Sie achten |
|---|---|
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Sie wollen jedes Jahr wechseln |
12 Monate Laufzeit, Kündigungsfrist höchstens 6 Wochen, Bonus mitnehmen |
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Sie wollen Ruhe im Vertrag |
Lange Preisgarantie, Bonus ist zweitrangig, dafür keine Überraschungen |
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Ihnen ist Ökostrom (100 % erneuerbar) wichtig |
Grüner-Strom-Label oder ok-power-Siegel, nicht nur Herkunftsnachweise (Ökostrom) |
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Sie haben Wärmepumpe oder E-Auto |
Ein eigener Tarif mit separatem Zähler kann günstiger sein (Wärmepumpenstrom) |
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Sie sind noch in der Grundversorgung |
Der teuerste Fall, eine Kündigung ist jederzeit mit zwei Wochen Frist möglich |
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Sie sind gerade umgezogen |
Sie landen automatisch beim Grundversorger, ein Wechsel lohnt sich sofort |
Diese Fallstricke kosten Geld
Aus über 400.000 begleiteten Wechseln kennen wir die Stellen, an denen Verbraucher am häufigsten Geld verlieren:
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Der Bonus entfällt, der Vertrag läuft weiter: Neukundenboni gelten fast immer nur zwölf Monate. Wer danach nicht wechselt, zahlt ab dem 13. Monat den regulären Tarifpreis.
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Die Preiserhöhung kommt direkt nach dem Bonusjahr: Viele Anbieter kalkulieren das erste Jahr knapp und heben den Preis danach an. Dafür gibt es ein Sonderkündigungsrecht, aber nur, wenn Sie das Schreiben nicht übersehen.
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Vorkasse und Kaution: Tarife, die mehrere Monatsabschläge im Voraus verlangen, wirken günstig. Geht der Anbieter jedoch insolvent, ist das Geld in der Regel verloren.
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Ein zu niedriger Abschlag: Manche Anbieter setzen den monatlichen Abschlag bewusst niedrig an. Das senkt zwar die Monatsrechnung, führt am Jahresende aber zu einer Nachzahlung.
Der Unterschied von WECHSELPILOT zu Vergleichsportalen
Ein Vergleichsportal zeigt Ihnen eine Liste und überlässt Ihnen den Rest. Den Wechsel, die Fristenüberwachung und den Vergleich im nächsten Jahr müssen Sie wieder selbst übernehmen. Genau an dieser Stelle setzt WECHSELPILOT an:
| Kriterium | Vergleichs |
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|---|---|---|
| Vergleicht alle Tarife am Markt | ||
| Sortiert unseriöse Anbieter aus | ||
| Führt den Wechsel komplett durch | ||
| Wechselt jedes Jahr automatisch erneut | ||
| Übernimmt Kommunikation mit dem Versorger |
Was kostet es bei mir?
Die 7 Kriterien helfen bei der Auswahl, die Zahlen liefert der Rechner. Geben Sie Postleitzahl und Jahresverbrauch ein, um Ihre Jahreskosten in der Grundversorgung und beim günstigsten Tarif im Vergleich zu sehen: Zum Strompreisrechner
Wie groß das Sparpotenzial bundesweit ausfällt und in welchen Bundesländern ein Wechsel am meisten bringt, zeigt der Wechsel-Ersparnis-Index.
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