
Wer eine Nachtspeicherheizung betreibt, zahlt für Heizstrom oft deutlich mehr als nötig, besonders in der Grundversorgung. WECHSELPILOT findet jedes Jahr einen günstigeren Heizstromtarif für Sie und wechselt automatisch: Ohne Kündigung, ohne Fristen, ohne Aufwand.
In einer Nachtspeicherheizung, auch Nachtspeicherofen oder Speicherheizung genannt, wird der günstigere Nachtstrom genutzt, um Wärme zu erzeugen und für den nächsten Tag zu speichern. Dabei werden spezielle Speichersteine im Inneren der Heizung nachts mit Strom auf rund 600 °C bis 700 °C erhitzt. Über Lüfter und Wärmeabstrahlung kann die gespeicherte Wärme tagsüber den Wohnraum erwärmen.
Einfach ausgedrückt: Die Heizung lädt sich in der Regel zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens im günstigeren Niedertarif (NT) auf und läuft tagsüber im teureren Hochtarif (HT) ohne Strombezug. Dafür ist allerdings ein Zweitarifzähler notwendig, der Haushalts- und Heizstrom getrennt voneinander erfassen und abrechnen kann.
Aktuell werden schätzungsweise noch 700.000 bis 1,5 Millionen Wohnungen in Deutschland mit einer Nachtspeicherheizung beheizt, Tendenz sinkend. Heute gilt das Heizsystem allerdings als veraltet, denn aus 1 Kilowattstunde Strom entsteht maximal 1 Kilowattstunde Wärme. Eine moderne Wärmepumpe hingegen erzeugt aus 1 Kilowattstunde Strom ca. 2,5 bis 4 Kilowattstunden Wärme.
Nachtspeicher erzeugen Wärme direkt aus Strom und speichern sie. Wärmepumpen nutzen dagegen Umweltwärme und brauchen dafür viel weniger Strom.
In beiden Systemen fallen reduzierte Netzentgelte an, da sie vom Netzbetreiber gesteuert werden. Beim Nachtspeicher funktioniert dies klassisch über Sperrzeiten, bei neuen Wärmepumpen über die §-14a-Steuerung EnWG.
Ob sich Nachtstrom lohnt, hängt heute vor allem von Ihrem Heizstromtarif ab, nicht vom Vergleich mit normalem Haushaltsstrom. Gleichzeitig gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern: Wer noch im teuren Grundversorgungstarif steckt, kann durch einen Wechsel in einen günstigen Heizstromtarif mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Wer seinen Tarif bereits optimiert hat, profitiert vom jährlichen automatischen Wechsel, der sicherstellt, dass Sie immer den für Sie optimalen Preis zahlen.
Für Nachtspeicherheizungen wird zwischen dem Hochtarif (HT) und dem Niedertarif (NT) unterschieden. Während sich je nach Netzgebiet und Anbieter der Niedertarif in einem Rahmen von ca. 19–28 ct/kWh bewegt, ist der Hochtarif teurer und liegt bei 30–38 ct/kWh. Der Niedertarif kann in der Regel nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr genutzt werden, die genauen Freigabezeiten werden vom lokalen Netzbetreiber festgelegt und können regional leicht abweichen. Der Hochtarif hingegen wird tagsüber genutzt. Zum Vergleich: Der Haushaltsstrompreis liegt nach aktuellen Analysen des BDEW bei 37 ct/kWh.
Der Niedertarif liegt damit kaum noch deutlich unter dem normalen Haushaltsstrompreis. Entscheidend ist deshalb nicht der Vergleich mit Haushaltsstrom, sondern Ihr Heizstromtarif selbst: Wer aus der teuren Grundversorgung in einen günstigeren Heizstrom-Sondertarif wechselt, spart spürbar.
Der ursprüngliche Gedanke hinter Nachtstromtarifen war es, nachts überschüssigen Strom aus konventionellen Kraftwerken zu nutzen. Mit der Entwicklung von Erneuerbaren Energien wird allerdings tagsüber und nicht nachts die meiste Energie produziert, z. B. bei Photovoltaikanlagen mittags. Somit fällt der sogenannte „Schwachlast"-Effekt in der Nacht deutlich geringer aus. Gleichzeitig gibt es einen höheren Aufwand für die Abrechnung, da HT/NT-Tarife einen speziellen Zweitarifzähler benötigen. Einige Versorger argumentieren außerdem, dass sich der Aufwand wirtschaftlich nicht mehr lohne.
Wer eine Nachtspeicherheizung betreibt, kann seine Heizung technisch nicht mit normalem Haushaltsstrom betreiben, der Zweitarifzähler und das Messkonzept sind fest verbaut. Die eigentliche Stellschraube ist eine andere: Bleiben Sie im teuren Grundversorgungstarif oder wechseln Sie in einen günstigeren Heizstrom-Sondertarif?
| Grundversorgungs-Heizstrom | Heizstrom-Sondertarif | |
|---|---|---|
| Wer beliefert Sie? | Der örtliche Grundversorger – automatisch, wenn Sie nichts unternehmen | Alternative und überregionale Anbieter in Ihrem Netzgebiet |
| Arbeitspreis Niedertarif (NT) | ca. 27–28 ct/kWh | ab ca. 19 ct/kWh |
| Arbeitspreis Hochtarif (HT) | ca. 36–38 ct/kWh | ca. 30 ct/kWh |
| Grundpreis | oft höher | meist niedriger |
| Preisgarantie | keine (in der Regel) | meist 12 Monate oder länger |
| Technische Voraussetzung | vorhandener Zweitarifzähler | Identisch – kein Zählertausch, kein Umbau nötig |
| Ökostrom-Option | selten | Bei vielen Anbietern wählbar |
Der Wechsel in einen Sondertarif spart einmalig. Im günstigeren Tarif bleiben Sie nur dann, wenn Sie regelmäßig prüfen und wechseln. Sonst rutschen Sie über die Jahre schleichend in höhere Preise. Genau das übernimmt WECHSELPILOT für Sie: Wir prüfen jedes Jahr automatisch die Heizstromtarife in Ihrem Netzgebiet und wechseln für Sie, ohne dass Sie sich kümmern müssen.
Mit Hochtarif (HT) ist der Strom gemeint, den Sie tagsüber beziehen. Der Niedertarif (NT) spiegelt in einer gemeinsamen Messung den kostengünstigeren Teil wieder.
Nachtstromtarife werden mit speziellen Zählern abgerechnet. Diese sogenannten Zweitarifzähler sind in der Lage, Nieder- und Hochtarif voneinander zu trennen. Tagsüber ist der Zähler im Modus für den Hochtarif und schaltet nachts in den Niedertarif.
Wann genau der Wechsel zwischen Tages- und Nachtstromtarif stattfindet, ist nicht exakt festgelegt. Dies variiert von Anbieter zu Anbieter. In der Regel erstreckt sich der Nachtstromtarif auf die Zeit zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Welche Zeiten genau als HT und NT festgelegt sind, bestimmt der örtliche Netzbetreiber.
Im Durchschnitt lassen sich 30 Prozent Stromkosten durch einen Wechsel von Haushaltsstrom auf Nachtstrom einsparen. Dies gilt aber nur, wenn der Stromverbrauch z.B. durch eine Nachtspeicherheizung vor allem nachts sehr groß ist.
Sie brauchen Ihre Postleitzahl, Ihren Jahresverbrauch, bei einem Zweitarifzähler getrennt nach Hoch- und Niedertarif, und Ihre Zählernummer. An Ihrer Technik ändert sich nichts: Der Zähler bleibt und ein Umbau ist nicht nötig.
Ja. Viele Anbieter führen Ihre Heizstromtarife auch als Ökostrom-Variante. So heizen Sie klimafreundlicher, ohne dass sich an Ihrer Heizung etwas ändert.

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Michelle Ehrck
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