Auf einen Blick
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Haushalte in der Grundversorgung zahlen im Schnitt 309 Euro pro Jahr mehr als beim günstigsten verfügbaren Tarif – bundesweit summiert sich das auf rund 2,2 Milliarden Euro.
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In 59,4 Prozent der untersuchten Fälle liegt die Grundversorgung mehr als 30 Prozent über dem günstigsten Alternativtarif. Der Abstand ist damit die Regel, nicht die Ausnahme.
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Bei Strom stammt der Preisvorteil inzwischen vollständig aus dem Neukundenbonus – und der wirkt nur im ersten Lieferjahr.
Auswertung zeigt: Bundesweit rund 2,2 Milliarden Euro Einsparpotenzial gegenüber der Grundversorgung
Haushalte, die ihren Strom über die Grundversorgung beziehen, zahlen im Durchschnitt 309 Euro im Jahr mehr als nötig. Das zeigt eine aktuelle WECHSELPILOT-Auswertung. Auf alle betroffenen Haushalte in Deutschland ergibt sich daraus ein Einsparpotenzial von rund 2,2 Milliarden Euro pro Jahr.
Die Auswertung stellt die Kosten der örtlichen Grundversorgung dem jeweils günstigsten verfügbaren Alternativtarif gegenüber. Im Mittel liegen die Jahreskosten in der Grundversorgung bei 1.246 Euro, beim günstigsten Alternativtarif ergeben sich Jahreskosten von rund 937 Euro. Im Mittel liegt die Ersparnis damit bei 309 Euro pro Jahr, im Median bei 296 Euro. Bemerkenswert ist, woher dieser Rückgang des Sparpotenzials kommt: Die Grundversorgung ist nicht günstiger geworden — ihre durchschnittlichen Jahreskosten liegen seit September unverändert bei 1.246 Euro. Gestiegen sind die Alternativtarife, von rund 830 auf 937 Euro. Der Markt ist also an die Grundversorgung herangerückt, nicht umgekehrt.
Hintergrund ist der Preisanstieg bei Neuabschlüssen seit dem Sommer: Marktbeobachter weisen für die günstigsten Neukundentarife zwischen Juni und Ende September 2026 ein Plus von rund 28 Prozent aus, getrieben von gestiegenen Großhandelspreisen. Grundversorgungstarife folgen dieser Bewegung nur mit Verzögerung, weil sie an Ankündigungsfristen gebunden sind. Der Abstand schrumpft damit vorübergehend — er verschwindet nicht.
Im Vorquartal lag das durchschnittliche Sparpotenzial noch bei 453 Euro, in 96,3 Prozent der Fälle lag die Grundversorgung mehr als 30 Prozent über dem günstigsten Tarif — aktuell sind es 59,4 Prozent. Der Median-Aufschlag der Grundversorgung gegenüber dem günstigsten Tarif beträgt 31,5 Prozent. Über alle untersuchten Gebiete gemittelt liegt das Sparpotenzial bei 24,4 Prozent der jeweiligen Grundversorgungskosten.
Detaillierte Daten sowie die Methodik zur Datenerhebung können dem Wechsel-Ersparnis-Index entnommen werden.
Deutschland
Bundesweiter Durchschnitt aller abgefragten PLZ
Ø Arbeitspreis
35,51 ct/kWh
Ø Grundpreis
15,01 €/Monat
Verschenktes Geld in ganz Deutschland
~2,2 Mrd. € / Jahr
| PLZ | Versorger | Jahr € | Ersparnis |
|---|
Stand: 05.10.2026 · Quelle: Wechsel Ersparnis Index
Wie groß ist der Aufschlag der Grundversorgung?
Aufschlag = Mehrkosten der Grundversorgung im Verhältnis zu den Kosten des jeweils besten Alternativtarifs.
Verteilung im aktuellen Datensatz
Der Median-Aufschlag liegt bei 31,5 %. In 59,4 % der untersuchten Fälle ist die Grundversorgung mehr als 30 % teurer als der jeweils beste Alternativtarif. In Q2 waren es 96,3 %.
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≤ 30 %
40,6 %
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31–50 %
51,1 %
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51–100 %
8,3 %
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> 100 %
0,0 %
In 59,4 % der untersuchten Fälle ist die Grundversorgung mehr als 30 % teurer als der jeweils beste Alternativtarif im WEX-Datensatz. Fälle mit mehr als 100 % Aufschlag kommen im aktuellen Datensatz nicht mehr vor.
Die wichtigsten Entwicklungen der Strom- und Gasverträge zum Ende Q3/2026
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Bei Strom trägt der Bonus die Ersparnis vollständig: Der durchschnittliche Bonus stieg von Q2 auf Q3 von 254 auf 277 Euro, während die Gesamtersparnis im selben Zeitraum von 299 auf 258 Euro fiel. Der Bonusanteil liegt damit bei 107,5 Prozent.
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Der Befund ist flächendeckend: Bei Strom sinkt das Sparpotenzial ohne Bonus in 79 von 81 vergleichbaren Postleitzahlenbereichen gegenüber dem Vorquartal, in 68 von 82 ausreichend besetzten Bereichen ist es negativ. Bei Gas trifft das auf 11 von 22 belastbaren Bereichen zu.
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Bei Gas bleibt ein knapper Vorteil: Der Bonusanteil liegt bei 98,3 Prozent, das Sparpotenzial ohne Bonus bei 0,23 Prozent. Die Gesamtersparnis stieg von 259 auf 281 Euro, der durchschnittliche Bonus von 251 auf 276 Euro.
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Strom sinkt weiter, Gas dreht: Seit Q1/2025 sind die durchschnittlichen Ist-Kosten bei Strom von 1.206 auf 1.108 Euro gefallen, ein Rückgang von 8,2 Prozent. Bei Gas gingen sie bis Q2/2026 um rund 12 Prozent zurück, steigen im dritten Quartal aber wieder um 4,0 Prozent auf 2.043 Euro.
Die Ist-Kosten sinken also weiter, der Preisabstand zwischen Bestands- und Neuvertrag aber ebenso. Was vom Wechsel bleibt, ist in diesem Quartal der Neukundenbonus – und der gilt nur für das erste Lieferjahr. Wer einmal wechselt und danach nichts mehr unternimmt, verliert diesen Vorteil nach zwölf Monaten vollständig.
Ersparnis-Verlauf mit und ohne Bonus
2025 bis 2026 – Strom und Gas direkt vergleichbar
Gesamte mögliche Ersparnis
Wie sich das jährliche Sparpotenzial seit Q1/2025 entwickelt hat
- Strom
- Gas
| Zeitpunkt | Strom | Gas |
|---|---|---|
| Q1/25 | 242,81 € | 400,35 € |
| Q2/25 | 241,86 € | 280,78 € |
| Q3/25 | 299,08 € | 404,38 € |
| Q4/25 | 344,74 € | 435,79 € |
| Q1/26 | 242,79 € | 525,90 € |
| Q2/26 | 299,02 € | 259,24 € |
| Q3/26 | 257,96 € | 280,59 € |
Ersparnis ohne Bonus
Zeigt, wie groß der Preisvorteil ohne Bonuswirkung tatsächlich ist
- Strom
- Gas
| Zeitpunkt | Strom | Gas |
|---|---|---|
| Q1/25 | 21,99 € | 147,00 € |
| Q2/25 | 21,73 € | 53,75 € |
| Q3/25 | 76,06 € | 137,73 € |
| Q4/25 | 75,44 € | 176,15 € |
| Q1/26 | 102,35 € | 267,69 € |
| Q2/26 | 44,82 € | 7,83 € |
| Q3/26 | -19,46 € | 4,73 € |
Wer dranbleibt, spart dauerhaft
Wie stark sich regelmäßiges Wechseln auszahlt, zeigt eine Beispielrechnung für Berlin über die Jahre 2021 bis 2026. Grundlage sind anonymisierte Vertragsverläufe aus der WECHSELPILOT-Datenbank; ab 2023 sind sie auf Basis der dokumentierten Preisänderungen der jeweiligen Anbieter fortgeschrieben, 2026 ist hochgerechnet. Ein von WECHSELPILOT betreuter Stromhaushalt (3.000 kWh) zahlte in diesem Zeitraum rund 2.380 Euro weniger als in der Grundversorgung. Ein Haushalt, der nur einmal gewechselt hat, sparte knapp 630 Euro. Bei Gas (10.000 kWh) fällt der Unterschied noch deutlicher aus: Der dauerhaft betreute Haushalt sparte rund 3.250 Euro gegenüber der Grundversorgung — der Haushalt, der nur einmal gewechselt hat, zahlte dagegen rund 770 Euro mehr als in der Grundversorgung.
Nicht der Wechsel selbst war hier der Nachteil, sondern das Stehenlassen danach: Der einmal gewählte Vertrag lief in die Preissteigerungen der Energiekrise hinein, während der betreute Haushalt in dieser Zeit mehrfach in günstigere Tarife wechselte. Deshalb behält WECHSELPILOT die Verträge seiner Kundinnen und Kunden dauerhaft im Blick und wechselt erneut, sobald es sich rechnet.
Jahreskosten für Strom und Gas im Vergleich
am Beispiel von Berlin
Strom
- durchgehend in der Grundversorgung
- einmal gewechselt
- dauerhaft von WECHSELPILOT betreut
| Zeitpunkt | durchgehend in der Grundversorgung | einmal gewechselt | dauerhaft von WECHSELPILOT betreut |
|---|---|---|---|
| 2021 | 1.095,90 € | 1.090,07 € | 643,70 € |
| 2022 | 1.061,42 € | 920,38 € | 817,95 € |
| 2023 | 1.330,86 € | 1.561,08 € | 1.091,47 € |
| 2024 | 1.364,70 € | 1.139,76 € | 889,33 € |
| 2025 | 1.418,33 € | 1.139,76 € | 826,89 € |
| 2026 | 1.348,04 € | 1.139,76 € | 970,55 € |
Gas
- durchgehend in der Grundversorgung
- einmal gewechselt
- dauerhaft von WECHSELPILOT betreut
| Zeitpunkt | durchgehend in der Grundversorgung | einmal gewechselt | dauerhaft von WECHSELPILOT betreut |
|---|---|---|---|
| 2021 | 829,24 € | 774,32 € | 303,89 € |
| 2022 | 971,44 € | 650,28 € | 516,31 € |
| 2023 | 1.462,58 € | 1.429,85 € | 601,32 € |
| 2024 | 1.259,77 € | 1.630,63 € | 833,95 € |
| 2025 | 1.312,24 € | 1.679,92 € | 818,92 € |
| 2026 | 1.278,24 € | 1.679,92 € | 789,48 € |
Angaben: brutto | inklusive Boni

„Unsere Kunden sparen mit WECHSELPILOT im Schnitt rund 360 Euro im Jahr¹. Gleichzeitig nehmen wir ihnen einen Großteil der Arbeit ab, die sonst mit Tarifvergleich, Vertragswechsel und der Kommunikation mit dem Versorger verbunden ist. Unser Ansatz ist deshalb langfristig: Wir behalten die Energiekosten im Blick und prüfen regelmäßig, ob ein besserer Tarif verfügbar ist. Mit ‚Raus aus der Grundversorgung‘ wollen wir zeigen, welches Sparpotenzial viele Haushalte noch haben und dass sie dafür nicht selbst dauerhaft den Energiemarkt beobachten müssen."
1 Durchschnittliche Jahresersparnis bei jährlichem Wechsel über alle von WECHSELPILOT betreuten Strom- und Gasverträge, Stand 05.10.2026. Die Quartalswerte weiter oben beziehen sich auf einzelne Quartale und Sparten und sind damit nicht direkt vergleichbar.
Methodik Jahreskosten im Vergleich
Strom
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Referenzverbrauch 3.000 kWh pro Jahr
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Berlin, 2021 bis 2026 (2026 hochgerechnet)
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Kosten tagesgenau, inklusive Boni (verteilt auf das erste Vertragsjahr)
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Strompreisbremse 2023 (40 ct auf 80 Prozent des Verbrauchs) für alle drei Verläufe eingerechnet
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Durchgehend in der Grundversorgung: Grundversorgungstarif des örtlichen Berliner Grundversorgers über den gesamten Zeitraum
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Einmal gewechselt: Wechsel aus derselben Grundversorgung in einen Online-Tarif mit zwölfmonatiger Preisgarantie, danach kein weiterer Wechsel. Echter Vertragsverlauf bis 2022, ab 2023 fortgeschrieben auf Basis der dokumentierten Preisänderungen des Anbieters
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Dauerhaft von WECHSELPILOT betreut: sechs Anbieterwechsel zwischen regionalen und überregionalen Versorgern im Betrachtungszeitraum
Gas
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Referenzverbrauch 10.000 kWh pro Jahr
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Berlin, 2021 bis 2026 (2026 hochgerechnet)
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Kosten tagesgenau nach typischem Heizprofil, inklusive Boni (verteilt auf das erste Vertragsjahr)
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Gaspreisbremse 2023, Dezember-Soforthilfe 2022 und die Mehrwertsteuersenkung (10/2022 bis 03/2024) für alle drei Verläufe eingerechnet
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Durchgehend in der Grundversorgung: Grundversorgungstarif des örtlichen Berliner Gasversorgers über den gesamten Zeitraum
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Einmal gewechselt: Ausgangspunkt ist hier ein Sondervertrag bei einem überregionalen Anbieter, nicht die Grundversorgung. Von dort Wechsel in einen Zwölf-Monats-Tarif eines anderen überregionalen Anbieters, danach kein weiterer Wechsel. Echter Vertragsverlauf bis 2022, ab 2023 fortgeschrieben
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Dauerhaft von WECHSELPILOT betreut: fünf Anbieterwechsel zwischen regionalen und überregionalen Versorgern im Betrachtungszeitraum
Allgemein
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Beispielrechnung anhand realer, anonymisierter Vertragsverläufe aus der WECHSELPILOT-Datenbank — kein Durchschnittswert über alle Kunden
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Boni als feste Beträge aus den jeweiligen Verträgen übernommen; bei abweichendem Verbrauch können sie in der Praxis geringer ausfallen
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Die Verläufe starten nicht in allen Sparten vom selben Ausgangsvertrag (siehe Gas); der Vergleich zeigt die Wirkung des Wechselverhaltens, nicht die Differenz zweier identischer Startpositionen
